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Zur Vergoldung verwendete Materialien

Kreiden und Leime sind wichtige Materialien zur Vergoldung von Bilderrahmen. Über die Arten der Vergoldung haben wir einen eigenen Abschnitt erstellt.

Kreidegrund
Die Kreidegrundierung dient als Untergrundschicht für eine VergoldungsmaterialienVergoldung oder Farbfassung auf Trägermaterialien wie z. B. Holz, Gips und Stuck. Somit werden Unebenheiten ausgeglichen und der Untergrund lässt sich fein schleifen, welches beispielsweise für eine perfekte Polimentvergoldung eine wichtige Voraussetzung ist. Die Kreidegrundierung besteht aus einem Gemisch von Füllstoffen, wasserlöslichen Glutinleimen als Bindemittel und möglichen Zusätzen, welche die Eigenschaften des Grundes modifizieren. Traditionelle Füllstoffe des Vergolderhandwerks sind: Steinkreide, Bologneser Kreide, Champagner Kreide und China Clay. Diese werden hier allgemein als „Kreiden“ bezeichnet, wobei nur die Champagner Kreide tatsächlich eine reine Kreide ist. Je nachdem, welche Oberflächentechnik auf einem Objekt ausgeführt werden soll, verwendet der Vergolder als Vergoldungsmaterialien verschiedene Anteile der Zusätze nach eigenem Rezept, um den Grund auf die weitere Bearbeitung optimal „einzustellen“. So soll der Untergrund zum einen für eine Gravur mit dem Pinselauftrag gut füllend sein, um die nötige Schichtdicke zu erreichen und zum anderen im getrockneten Zustand weich sein, um ihn mit dem Gravierharken leichter zu bearbeiten. Bei feinen Schnitzarbeiten hingegen soll der Grund beim Auftrag dünn verlaufen, um langwieriges Nachschleifen der Konturen zu vermeiden.

Bologneser Kreide
Chemischer Bestandteil der Bologneser Kreide ist Kalziumsulfat (CaSO4). Es besteht aus totgebranntem, wasserfreiem Gipsstein und wird in Norditalien hergestellt.

Champagner Kreide
Die Champagne im Pariser Becken ist das namensgebende Abbaugebiet dieses Füllstoffs. Die Kreide ist dort zu großen Teilen in so hoher Reinheit vorhanden, dass sie mit Metallbürsten direkt vom Fels abgetragen wird und so belassen direkt in den Handel geht. Chemischer Bestandteil der Champagner Kreide ist Kalziumkarbonat (CaCO3).

Steinkreide
Chemische Bestandteile der Steinkreide sind Kalzium- und Magnesiumkarbonat (CaCO3 + MgCO3) – als Gemenge oder in chemischer Verbindung. Herkunftsgebiet sind die Bayerischen Kalkalpen. Diese Kreide wird nördlich der Alpen traditionell als erste Grundierungsschicht für Holzträger verwendet.

China Clay
Dieser Füllstoff wird erst seit dem 19. Jh. verwendet und ist eine fette Tonerde (Kaolinbestandteile). Chemischer Bestandteil des China Clays ist Aluminiumsilikat und wird heute aus England, dem Fichtelgebirge und dem Bayerischen Wald geliefert.

Glutinleim
Glutinleime sind Leime, die aus tierischem Gewebe (vor allem aus Haut und Knochen) hergestellt werden. Das in Haut und Knochen enthaltene Protein, Kollagen genannt, wird hierbei unter Hitzeeinwirkung in das wasserlösliche Protein Glutin umgewandelt, welches Klebe- und Bindeeigenschaften besitzt. Glutinleime, auch Warmleime genannt, gehören zu den ältesten bekannten Bindemitteln. Es gibt sie nachweisbar seit dem Alten Ägypten (2. Jh. v.Chr.).

Man unterscheidet die verschiedenen Glutinleime nach ihren Rohstoffen in Hautleim, Knochenleim, Hasenleim, Hausenblase und Gelatine oder nach ihrer Handelsform, wie z.B. Tafelleim, Graupenleim, Perlleim oder Blattgelatine. Diese Warmleime müssen vor Ihrer Verwendung in kaltem Wasser gequollen und dann im handwarmen Wasserbad gelöst werden. Man verwendet sie als Bindemittel als Vergoldungsmaterialien in erster Linie zur Herstellung von Kreidegründen, Polimenten, Kitten, Verzierungsmassen, Leimfarben und traditionell zur Restaurierung von historischen Objekte.

Hautleim
Der Hautleim wird aus den tierischen Abfällen (Häuten, Leder) von Lederfabriken oder Gerbereien hergestellt. Die leimgebenden Bestandteile werden durch Hitzeeinwirkung extrahiert, gefiltert, gereinigt und in Form geschnitten.

Knochenleim
Knochenleim ist ein aus tierischen Knochen hergestellter Glutinleim. Knochenleim wurde früher vor allen Dingen von Schreinern im Möbelbau und bei der Holzverarbeitung eingesetzt, wurde hier aber später durch Dispersionsleime ersetzt.

Gelatine
Gelatine ist die am stärksten gereinigte Sorte an Glutinleimen. Sie wird auch zur Herstellung von Lebensmitteln verwendet. Es gibt sie als Pulver oder als Blattgelatine.

Hausenblase
Hausenblasenleim ist nach seinem Rohstoff der Fischblase des Hausen (Stör) benannt. Er wird aufgrund seiner guten Eigenschaften häufig in der Restaurierung eingesetzt und wird als Fäden oder als Blattleim geliefert.

Hasenleim
Hasenleim wird aus Hasenhäuten (vorwiegend in Frankreich) hergestellt und hat als Zusatz gegenüber anderen Leimen mehr elastische Eigenschaften, da er verhältnismäßig viel Fettanteil besitzt.

Kreiden und Leime sind wichtige Materialien zur Vergoldung von Bilderrahmen. Über die Arten der Vergoldung haben wir einen eigenen Abschnitt erstellt. Kreidegrund Die Kreidegrundierung dient... mehr erfahren »
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Zur Vergoldung verwendete Materialien

Kreiden und Leime sind wichtige Materialien zur Vergoldung von Bilderrahmen. Über die Arten der Vergoldung haben wir einen eigenen Abschnitt erstellt.

Kreidegrund
Die Kreidegrundierung dient als Untergrundschicht für eine VergoldungsmaterialienVergoldung oder Farbfassung auf Trägermaterialien wie z. B. Holz, Gips und Stuck. Somit werden Unebenheiten ausgeglichen und der Untergrund lässt sich fein schleifen, welches beispielsweise für eine perfekte Polimentvergoldung eine wichtige Voraussetzung ist. Die Kreidegrundierung besteht aus einem Gemisch von Füllstoffen, wasserlöslichen Glutinleimen als Bindemittel und möglichen Zusätzen, welche die Eigenschaften des Grundes modifizieren. Traditionelle Füllstoffe des Vergolderhandwerks sind: Steinkreide, Bologneser Kreide, Champagner Kreide und China Clay. Diese werden hier allgemein als „Kreiden“ bezeichnet, wobei nur die Champagner Kreide tatsächlich eine reine Kreide ist. Je nachdem, welche Oberflächentechnik auf einem Objekt ausgeführt werden soll, verwendet der Vergolder als Vergoldungsmaterialien verschiedene Anteile der Zusätze nach eigenem Rezept, um den Grund auf die weitere Bearbeitung optimal „einzustellen“. So soll der Untergrund zum einen für eine Gravur mit dem Pinselauftrag gut füllend sein, um die nötige Schichtdicke zu erreichen und zum anderen im getrockneten Zustand weich sein, um ihn mit dem Gravierharken leichter zu bearbeiten. Bei feinen Schnitzarbeiten hingegen soll der Grund beim Auftrag dünn verlaufen, um langwieriges Nachschleifen der Konturen zu vermeiden.

Bologneser Kreide
Chemischer Bestandteil der Bologneser Kreide ist Kalziumsulfat (CaSO4). Es besteht aus totgebranntem, wasserfreiem Gipsstein und wird in Norditalien hergestellt.

Champagner Kreide
Die Champagne im Pariser Becken ist das namensgebende Abbaugebiet dieses Füllstoffs. Die Kreide ist dort zu großen Teilen in so hoher Reinheit vorhanden, dass sie mit Metallbürsten direkt vom Fels abgetragen wird und so belassen direkt in den Handel geht. Chemischer Bestandteil der Champagner Kreide ist Kalziumkarbonat (CaCO3).

Steinkreide
Chemische Bestandteile der Steinkreide sind Kalzium- und Magnesiumkarbonat (CaCO3 + MgCO3) – als Gemenge oder in chemischer Verbindung. Herkunftsgebiet sind die Bayerischen Kalkalpen. Diese Kreide wird nördlich der Alpen traditionell als erste Grundierungsschicht für Holzträger verwendet.

China Clay
Dieser Füllstoff wird erst seit dem 19. Jh. verwendet und ist eine fette Tonerde (Kaolinbestandteile). Chemischer Bestandteil des China Clays ist Aluminiumsilikat und wird heute aus England, dem Fichtelgebirge und dem Bayerischen Wald geliefert.

Glutinleim
Glutinleime sind Leime, die aus tierischem Gewebe (vor allem aus Haut und Knochen) hergestellt werden. Das in Haut und Knochen enthaltene Protein, Kollagen genannt, wird hierbei unter Hitzeeinwirkung in das wasserlösliche Protein Glutin umgewandelt, welches Klebe- und Bindeeigenschaften besitzt. Glutinleime, auch Warmleime genannt, gehören zu den ältesten bekannten Bindemitteln. Es gibt sie nachweisbar seit dem Alten Ägypten (2. Jh. v.Chr.).

Man unterscheidet die verschiedenen Glutinleime nach ihren Rohstoffen in Hautleim, Knochenleim, Hasenleim, Hausenblase und Gelatine oder nach ihrer Handelsform, wie z.B. Tafelleim, Graupenleim, Perlleim oder Blattgelatine. Diese Warmleime müssen vor Ihrer Verwendung in kaltem Wasser gequollen und dann im handwarmen Wasserbad gelöst werden. Man verwendet sie als Bindemittel als Vergoldungsmaterialien in erster Linie zur Herstellung von Kreidegründen, Polimenten, Kitten, Verzierungsmassen, Leimfarben und traditionell zur Restaurierung von historischen Objekte.

Hautleim
Der Hautleim wird aus den tierischen Abfällen (Häuten, Leder) von Lederfabriken oder Gerbereien hergestellt. Die leimgebenden Bestandteile werden durch Hitzeeinwirkung extrahiert, gefiltert, gereinigt und in Form geschnitten.

Knochenleim
Knochenleim ist ein aus tierischen Knochen hergestellter Glutinleim. Knochenleim wurde früher vor allen Dingen von Schreinern im Möbelbau und bei der Holzverarbeitung eingesetzt, wurde hier aber später durch Dispersionsleime ersetzt.

Gelatine
Gelatine ist die am stärksten gereinigte Sorte an Glutinleimen. Sie wird auch zur Herstellung von Lebensmitteln verwendet. Es gibt sie als Pulver oder als Blattgelatine.

Hausenblase
Hausenblasenleim ist nach seinem Rohstoff der Fischblase des Hausen (Stör) benannt. Er wird aufgrund seiner guten Eigenschaften häufig in der Restaurierung eingesetzt und wird als Fäden oder als Blattleim geliefert.

Hasenleim
Hasenleim wird aus Hasenhäuten (vorwiegend in Frankreich) hergestellt und hat als Zusatz gegenüber anderen Leimen mehr elastische Eigenschaften, da er verhältnismäßig viel Fettanteil besitzt.

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